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Veröffentlicht: 31. März 2018 | Drucken

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→Robert Marc Lehmann , Meeresbiologe, Forschungstaucher und Umweltschützer, zu Gast am BK Senne

"Ob als unsichtbares Mikroplastik oder riesige Geisternetze - Plastikmüll im Meer ist ein globales Umweltproblem. Allein von Land aus gelangen jährlich bis zu 15 Millionen Tonnen Plastikabfälle in die Ozeane. Unsere Meere verkommen zum Plastikendlager. Nicht nur für zahlreiche Meerestiere birgt das Gefahren. Spätestens über die Nahrungskette landen Kunststoffpartikel samt Giftfracht wieder beim Verursacher." (Quelle: Plastik im Meer | Greenpeace 14.01.18 15:33)

Plastik im Meer ist nur eines der umweltrelevanten Themen, mit denen sich die Klasse GGF-6 im Rahmen des Filmworkshops am 15.03.2018 mit dem Meeresbiologen, Forschungstaucher, Fotografen und Umwelt schützer Robert Marc Lehmann intensiv auseinandergesetzt hat.

Zu Beginn des Workshops berichtete Robert sehr eindrucksvoll, leidenschaftlich und schülernah von seiner Tätigkeit als Tierfotograf, Forschungstaucher und Umweltschützer. Einer Tätigkeit, die von Abenteur, Schönheit und Freude, aber auch von Gefahr, Leid und Frustration bestimmt ist.

Abenteurlich und schön sind die vielen Orte und Begegnungen mit Tieren auf der ganzen Welt, von denen Robert uns nicht nur erzählte, sondern auch wunderbare Fotos und Filme zeigte. Freude löst die Rettung von Walen und anderen Tieren aus, das Gefühl, etwas bewegt zu haben. Gefährlich wird es bei Undercovereinsätzen z.B. in Asien, wenn es darum geht, illegalen Handel mit Tieren oder Umweltverbrechen aufzudecken und zu vereiteln. Immer sind diese Aktionen mit viel Leid verbunden, Tiere, die eingeschnürrt in Kartons vor sich hin vegetieren, ohne Wasser und Nahrung, oder Tierbabys, die um ihre von Wilderern getöteten Mütter trauern. Frustration entsteht, wenn gestrandete Wale sterben müssen, weil gerade Wochenende ist und sich deshalb Umweltorganisationen nicht zuständig fühlen. Der Tod der Tiere hätte durch Einsatz und Hilfsbereitschaft verhindert werden können, aber alleine schafft man es eben nicht.

Umweltschutz fängt aber nicht erst bei der Rettung von in Not geratener Tiere an. Wir alle können durch unser Handeln im Alltag etwas bewirken, indem wir unser Konsumverhalten reflektieren und verändern. Es fängt bereits beim Einkäufen im Supermarkt an, wenn wir z. B. auf Plastiktüten verzichten. So können wir die Entstehung von Plastikmüll eindämmen. Oder, wenn wir uns die Inhaltsstoffe der Produkte, die wir kaufen, aufmerksam anschauen und keine Produkte kaufen, in denen Palmöl verwendet wurde. Denn die Erzeugung von Palmöl ist auch für die Regenwaldabholzung verantwortlich. Die Botschaft lautet: Jeder einzelne kann etwas verändern!

Wir waren von dem Vortrag sehr bewegt, es war ein Wechselbad der Gefühle, und motiviert, Missstände mit unserer gestalterischen Arbeit aufzuzeigen. Mit dieser Stimmung starteten wir in die Arbeit mit Robert an unseren Stop-Motionfilmen zu den Themen:

  1. →Film :: Artensterben
  2. →Film :: Palmöl
  3. →Film :: Überfischung
  4. →Film :: Plastik im Meer

 

Stop-Motion ist eine Filmtechnik, bei der eine Illusion von Bewegung erzeugt wird, indem einzelne Bilder (Frames) von unbewegten Motiven aufgenommen (Fotokamera) und anschließend aneinandergereiht werden. Die Bilder für den Film hatten die Schülerinnen der GGF-6 zuvor im Fach Präsentationstechnik erstellt. Um die Bilder für den Stop-Motionfilm anzufertigen, haben sie die Cut-Out-Animation angewendet: Ausgeschnittene Objekte, meist aus Papier, Pappe oder Stoff, werden für die Einzelbilder verschoben. Während der sechswöchigen Vorbereitung des Filmworkshops haben die Schülerinnen alle Bildelemente, z.B. die Figuren und Hintergründe, zeichnerisch und malerisch entwickelt.

Es sind fantastische, stimmungsvolle und aussagekräftige Filme entstanden. Am Ende des Tages waren wir von unserer Arbeit mit Robert Marc Lehmann begeistert und mit unseren Arbeitsergebnissen vollends zufrieden. An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal bei Robert für sein Engagement, seine Zugewandtheit und Offenheit bedanken. Wir haben viel gelernt und freuen uns auf ein Wiedersehen!

Siehe auch: →Westfalenblatt, Bilder mit klarer Botschaft, 1. April 2018

[Organisation & Text: Louisa Jagenburg]

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