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Veröffentlicht: 21. Oktober 2011 | Drucken

schule 11

Konzept - Eignungspraktikum als Teil der Lehrerausbildung

Wie in § 12 "Praxiselemente" des neuen Lehrerausbildungsgesetzes gefordert, werden am BK Senne die nötigen Voraussetzungen geschaffen, um den zukünftigen Lehramtsstudeninnen und Lehramtsstudenten eine reflektierte Studien- und Berufswahl zu ermöglichen.


Das Eignungspraktikum als Teil der Lehrerausbildung ist als erster Baustein in das Gesamtpaket der Lehrerausbildung am Berufskolleg Senne eingebettet.


In enger Kooperation mit den Abteilungen wird für die Eingangspraktikantinnen und  Eingangspraktikanten ein Kanon an Handlungs- und Erlebenssituationen geschaffen, in denen sie erste Erfahrungen in den definierten vier Standards der strukturierten Erstbegegnung machen werden (Lernen in der Schule – aus Sicht der Lehrenden, Leben in der Schule – was bedeutet unterrichten, Organisation in der Schule – Schule als Arbeitsplatz, Handlungsfelder erproben – Studien-/ Berufswahl reflektieren).


Das Konzept sieht vor, dass die die Eingangspraktikantinnen und Eingangspraktikanten in enger Begleitung durch den Mentor, bzw. durch die beteiligten Lehrkräfte in den Abteilungen und der Schulorganisation ihre ersten, begleiteten Schritte in ihrer möglichen zukünftigen Berufswelt machen. Sie sollen die Organisationsstruktur des Berufskollegs und die Besonderheiten im Vergleich zu einer allgemeinbildenden Schule in groben Zügen kennen lernen. Ein Augenmerk liegt dabei auf der Rolle der Fächer der beruflichen Fachrichtungen im Vergleich zu den allgemeinbildenden Fächern.


Das Konzept des Berufskollegs Senne sieht vor, vielfältige Erfahrungsmöglichkeiten zu bieten, um den Rollenwechsel weg von der SchülerInnenrolle, auf den Weg hin zur Lehrkraft zu initiieren. Dazu werden die die Eingangspraktikantinnen und Eingangspraktikanten ausgewählte Lehrkräfte in ihren Arbeitstagen begleiten, um Einblicke in den Berufsalltag zu bekommen. Diese Einblicke beschränken sich nicht allein auf die unterrichtliche Tätigkeit, sondern sind so angelegt, dass ein umfassendes Bild der Tätigkeiten einer Lehrkraft vermittelt (Aufsichten, Korrekturen, Verwaltungstätigkeiten, Konferenzen etc) und eine Bewusstmachung der Vielschichtigkeit der Aufgaben des Lehrerberufs erreicht wird.


Neben den organisatorischen Tätigkeiten und Handlungsfeldern werden die die Eingangspraktikantinnen und Eingangspraktikanten in überschaubaren Unterrichtssituationen in Absprache und mit Unterstützung der Lehrkräfte erste Handlungserfahrungen machen können, die ihnen weitere Aspekte des Rollenwechsels aufzeigen (SchülerInnen als individuelle Lerner und die daraus resultierenden Konsequenzen etc.).


Unser Konzept sieht vor, dass die Begleitung im Eingangspraktikum auf drei Säulen basiert.

  • Die erste Säule sind die in vertrauensvoller Zusammenarbeit erfolgenden Gespräche mit den begleitenden Lehrkräften vor, während und nach den durch das BK Senne bereitgestellten Erfahrungsmöglichkeiten, die den die Eingangspraktikantinnen und Eingangspraktikanten eine Grundlage für die Erstellung der im LABG geforderten Selbsreflexionsbögen bieten.
  • Die zweite Säule stellt das durch Beobachtungsbögen geleitete Feedback der begletenden Lehrkraft dar, das die Zwischenreflexion und Eignungsberatung durch den Mentor am Ende des Praktikums unterstützen.
  • Die dritte Säule ist die Summe der Beobachtungen der kontinuierlichen Begleitung zukünftigen Studentinnen und Studenten durch den Mentor während des Eignungspraktikums, die zusammen mit den Produkten der Säulen eins und zwei eine umfassende Grundlage für die abschließende Reflexion und Eignungsberatung bietet.

Das engmaschige Feedbacknetz der Eigen- und Fremdwahrnehmung ermöglicht allen Beteiligten eine detaillierte Analyse der Ist-Situation und verschafft den die Eingangspraktikantinnen und Eingangspraktikanten eine Grundlage für ihre zukünftigen beruflichen Entscheidungen.

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